Bernsteininklusen
Bildbeschreibung: Das Bild zeigt eine in Bernstein eingeschlossene Raupe.
Häufiger werden kleinere Pflanzenreste eingeschlossen. Tiere sind seltener betroffen - wenn dann handelt es sich meist nur um verschiedene kleinere Insekten, wie Fliegen, Termiten, Heuschrecken oder Flöhe. Denn größere Tiere schaffen es problemlos sich von der klebrigen Masse zu befreien. Sehr selten findet man auch eingeschlossene Tierhäute, wie etwa die von Eidechsen.
Fälschungen von Bernsteinmit Inklusen
Leider wird diese Form des Bernsteins sehr oft gefälscht, da er relativ
wertvoll ist. Im Schnitt findet man in jedem 500. Bernsteinstück einen Einschluss. Dazu zählen allerdings auch Lufteinschlüsse
und Wassertropfen.
Für die Fälschung wird zumeist ein Stück Bernstein erwärmt bis
er beginnt zu fließen. Danach wird eine kleine Höhle geformt und die
Inkluse eingeführt (z.B. etwas Gras oder ein Insekt). Der geformte Hohlraum
wird dann mit künstlichem oder echtem flüssigen Bernstein wieder aufgefüllt.
Wie erkennt man eine solche Fälschung?
Das Material um den Einschluss herum ist oft heller und besitzt viele Lufteinschlüsse.
Der Einschluss selbst hat noch seine originalen Farben. Dies ist nach einer Konservierung
von mehreren Millionen Jahren nicht der Fall. Außerdem existieren die meisten der
damaligen Insekten oder Pflanzen nicht mehr. Im Gegenzug gab es heutige Insekten damals
noch nicht und können so noch nicht lange im Bernstein sein. Ein guter Test ist es
auch den Stein unter eine UV-Lampe zu halten. Dann erkennt man meistens eine Naht oder
Klebefläche um den Einschluss herum - dieser entsteht beim erneuten Auffüllen
des Hohlraumes.
Verarbeitung und Verwendung von Bernsteininklusen
Diese seltene Form des Bernsteines ist besonders gefragt bei allen
die etwas außergewöhnliches möchten. Häfig werden daraus Broschen oder Anhänger mit Bernsteininklusen gefertigt.
Seltener findet man die Verwendung in anderen modische Accessoires, wie etwa einer
Damentasche.